Das Vermächtnis der Aufklärung

Marcus Kracht

7. März 2014



Ich möchte zweitens vermuten, dass es eine endliche
Aufgabe ist, die Physik zur vollen begrifflichen Einheit zu
bringen, und daß diese Aufgabe, wenn die Menschheit sich
nicht vorher materiell oder geistig zugrunde richtet, eines
Tages in der Geschichte gelöst sein wird.
-- C. F. v. Weizsäcker: Die Einheit der Natur, II.4

Die unvollendete Aufklärung

In dem lesenswerten Buch Die Sterne sind glühende Gaskugeln und Gott ist gegenwärtig hat Carl Friedrich von Weizsäcker geschrieben, die Aufklärung sei nicht vollendet, solange nicht die Vereinigung von Wissenschaft und Religion vollendet sei. Was meinte er damit? Ich möchte es etwa wie folgt darstellen. In der heutzutage gängigen Meinung gibt es einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Religion und Wissenschaft. Das beste Beispiel liefert diese kuriose Meldung des Spiegel, dass ein Doktorand der Universität Wageningen gemaßregelt wurde, weil er in seiner Danksagung ausdrücklich Gott gedankt hat. Das Problem dabei ist ganz schlichter Natur. Die Universität Wageningen hat in ihren Statuten festgelegt, dass es in einer Dissertation eben nicht erlaubt sei, Gott zu danken. Man kann spekulieren, wie es dazu gekommen ist. Die Universität jedenfalls bedauert denn auch, dass die Doktorarbeit mit der Danksagung an Gott nicht erscheinen darf (und will den Passus streichen), und der Doktorand hat die Danksagung denn auch tunlichst herausgenommen. Wahrscheinlich hat er sich gesagt, dass Gott ohnehin weiß, was Sache ist. Holländischer Pragmatismus.

Trotzdem sollte man fragen: wo war und ist eigentlich das Problem? Man darf seinen Saufkumpanen danken aber Gott nicht? Und warum nicht? Wo ist die vielbeschworene Toleranz geblieben? Und vor allem: was ist daran unwissenschaftlich, Gott zu danken? Ich erinnere mich übrigens an einen ähnlichen Fall am MIT (der allerdings keine Probleme verursachte). Mark Barker, Linguist und bekennender Christ, dankte Gott in seiner Dissertation für seine Hilfe. Ein Freund von mir war empört, dass die Uni so etwas durchgehen ließ. Ich hielt dagegen, dass dies in Ordnung sei und dass seiner Freundin zu danken auch nicht wissenschaftlicher sei. Wenn Gott ihm die Kraft gegeben habe, diese Arbeit zu schreiben, dann sei es eben in Ordnung, das so zu sagen. Ich kann dabei bis heute nichts Anstößiges finden.

Ich könnte mehr Fälle von bekennenden Gläubigen nennen, die es zu etwas gebracht haben. Einstein ist nur der bekannteste von ihnen. Oder eben Carl Friedrich von Weizsäcker. Wir tun gut daran, ihre Argumente ernst zu nehmen.

Privatsachen

In dem Forum zu dem oben genannten Artikel tauchte ein beliebter Topos auf: Religion ist Privatsache. Das wurde dann so gedeutet, dass Religion ausschließlich Privatsache sei. Mit anderen Worten: die Universität tut recht daran, solche Danksagungen zu verbieten, denn sie sind privat. Dabei sind ja Danksagungen von Natur aus privat. Insofern müsste man entweder Danksagungen verbieten oder aber erlauben, dass in ihnen Privates zum Ausdruck kommt. Und sei es der eigene Glaube.

Und jetzt kommt es natürlich: was, wenn jemand irgendeiner intoleranten Partei oder Vereinigung dankt? Was, wenn in der Danksagung zum Ausdruck kommt, dass dieser jemand eigentlich ein intoleranter Mensch ist? Ein Modernitätsverweigerer? Ein Rassist?

Das Problem ist natürlich nicht neu. Als die Universität Amsterdam den Mathematikern einen Neubau spendierte, sollte das Gebäude eigentlich nach Luitzen Egbertus Jan Brouwer benannt werden. Allerdings war dieser ein Macho, wie man heute sagen würde. Dies erregte einiges Aufsehen und führte letztlich dazu, dass das Gebäude nach Euklid benannt wurde. Von Euklid wissen wir glücklicherweise so wenig, dass er als Namenspatron ohne Einschränkungen tauglich ist.

Das Problem mit der Privatsache ist, dass man genauso argumentieren kann, dass ebenso sexuelle Orientierung Privatsache ist und deswegen bitteschön außen vor bleiben soll. Aber genau das ist, soweit ich weiß, in den Niederlanden nicht der Fall. Und viele würden genau umgekehrt sagen: es soll öffentlich sein dürfen.

In der Vergangenheit gab es mehrfach eben diese Auseinandersetzungen. Das Private ist Politisch hieß es früher in den 1970er Jahren. Heute ist man sich da vielleicht nicht so sicher. Es würde bedeuten, dass die Religion — weil privat — eben politisch wäre, also öffentlich. Oder eben doch nicht?

Kirche und Religion

Womit wir bei dem — wie ich meine — wahren Kern der Auseinandersetzung sind. Es geht gar nicht um irgendwelche abstrakten Gründe. Privatsache oder nicht, Wissenschaftlichkeit oder nicht. Wenn man genau hinsieht, wird an anderer Stelle dasselbe Verhalten geduldet. Es geht darum, dass die Menschen im Westen der Religion misstrauen. Das mag ihr gutes Recht sein. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Kirche nicht gerade zimperlich mit ihren Gegnern war.

An dieser Stelle muss ich dennoch eine schärfere Begriffswahl fordern. Es muss streng zwischen Religion und Glauben auf der einen Seite und Kirche auf der anderen Seite unterschieden werden. Was ich glaube oder nicht ist meine eigene Wahl. Ich kann dabei eine gute Wahl treffen oder eine schlechte. Ich kann ehrlich sein in meinem Glauben oder nicht, das heißt, ich kann wirklich glauben, was ich zu glauben verkünde oder nicht. Mein Glaube kann kohärent sein oder nicht. Und letztlich kann ich das eine glauben und das andere tun. Alle diese Dinge sind möglich und vielfach belegt. Und genauso kann ein Mathematiker die besten Aufsätze über Statistik schreiben und abends ins Casino gehen. Würde das seinem Ansehen schaden?

Die Kirche wiederum ist und bleibt eine Institution, von Menschen für Menschen gemacht. Als solche ist sie öffentlich und ebenso fehlbar wie andere Institutionen auch. Und weil sie gefehlt hat ist die Angst vor ihr groß. Man fürchtet weitere Kreuzzüge. Doch wie wahrscheinlich sind sie? Geht von den Kirchen heute noch jene Macht aus wie im Mittelalter? Sind nicht längst andere am Ruder? Zum Beispiel die Parteien oder die Großindustrie?

Mysterium und Rationalität

Wenn es um das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft geht, sollten wir nicht auf die Kirche sehen, sondern auf die Religion. Der Unterschied ist einigermaßen wichtig. Denn es geht ja um Möglichkeiten der Erkenntnis. Es geht nicht um die Verfehlungen der Kirche sondern um das, was sie erreichen könnte, ginge es ihr um das, was sie als ihr ureigenes Ziel ausgibt. So, wie es auch um das geht, was uns die Wissenschaft bieten kann, wenn sie das tut, was sie sich zur Aufgabe gegeben hat.

Um das Verhältnis auf eine Formel zu bringen, will ich es so formulieren: während in der Wissenschaft die rationale Erkenntnis im Vordergrund steht, wartet in Wahrheit am Ende aller Mühen letztlich immer ein Mysterium. Bei der Religion ist es hingegen fast genau umgekehrt. Dass es um Mysterien geht, wird offen zugegeben. Im Gegenteil: es wird sogar ein Kult um die Mysterien gemacht. Ja, es gibt Mysterien, ohne die man zumindest offiziell einfach nicht mitmachen kann. Zum Beispiel die Auferstehung Christi. Trotz alledem ist die Religion ganz und gar nicht irrational. Wer die Bibel liest kann immer wieder Inseln der Rationalität entdecken. Man lese etwa die Gleichnisse Jesu. Sie eignen sich wunderbar für den Zweck, für den sie erzählt wurden. Man kann sie auch dann verstehen, wenn man nicht gläubig ist.

Die spannende Frage für mich ist eigentlich nicht, ob die Religion rational ist. Die spannende Frage ist, ob die Wissenschaft Mysterien besitzt. Nun denn, ich gebe Ihnen eine Frage auf: ist das Universum von Gott geschaffen oder nicht? Wenn nicht, wie ist es entstanden? Was war vorher? Warum ist es entstanden? Wird es vergehen oder nicht?

Die meisten werden sagen: ist ja klar, da gab es den Urknall, das Universum expandierte, und einige Milliarden Jahre danach leben halt wir. Sehr schön. Und nun noch einmal die Frage: was war vor dem Urknall? Warum gab es ihn? Wie kann es sein, dass aus dem Nichts eine riesige Masse entsteht? Woher kommt dieser große Blitz genannt Urknall? Glauben Sie mir: die Physiker sind sich dessen überhaupt nicht mehr sicher. Sie probieren allerhand Theorien aus, eine abenteuerlicher als die andere. Von Multiversen, oder einem zyklischen, pulsierenden Universum. Das expandiert und sich wieder zusammenzieht. Womit zwar irgendwie das jetzige Universum endlich ist, weil es einen Anfang hat, aber irgendwie das Universum als Universum denn doch nicht, weil ja sein Vorgänger irgendwie dazugehört. Und was ist eigentlich in dem Punkt des Übergangs zwischen den beiden los?

Und jetzt lesen Sie mal Kant. Oder Buddha. Buddha bemerkte einmal, dass man bei der Frage, ob das Universum jetzt endlich sei oder unendlich, nicht weiterkommen könne. Kant sagt dazu sinngemäß, das Universum ist kein Objekt, kein Ding, und deswegen seien die Versuche, das Universum mit den Methoden der dinglichen Wissenschaft zu verstehen, zum Scheitern verurteilt. Da aber unsere Erkenntnis über den Weg der Dinge vermittelt wird, haben wir Schwierigkeiten, die Natur des Universums zu verstehen. Es geht eben nicht. Kant hat den Finger auf ein ganz großes Problem gelegt: die Erkenntnisfähigkeit des Menschen.

Ich will es kurz so zusammenfassen: nach Kant ist die Natur des Universums ein Mysterium. Das Mysterium ist eine Wahrheit, die wir nicht begreifen können, sondern die bestenfalls uns ergreift. Weil das, was wir da begreifen wollen, zu groß ist, um von unserem Verstand umfangen zu werden. Auch Buddha hat die Natur des Universums als Mysterium gesehen. Etwas, das sich eben nicht rational (also wissenschaftlich) begreifen lässt. Wo der Verstand einfach nicht weiterkommt. Entgegen unserem Selbstverständnis sind die Physiker da eben nicht weiter gekommen. Die Erfolgsbotschaften wie "wir wissen jetzt, wie es ab der 10-34-ten Sekunde im Weltall aussah" sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Letztlich extrapolieren wir die Physik, wie wir sie als Erdenbewohner hier und jetzt kennengelernt haben, in die Anfangssekunde des Universums. Es gibt wohlgemerkt Physiker, denen dabei nicht wohl ist. Zum Beispiel weil es rein theoretisch die Möglickeit gibt, dass die Konstanten gar nicht konstant sind (so etwas hat schon Dirac erwogen).

Dasselbe gilt für andere Wissenschaften auch. Und es gilt auch, dass es immer wieder Dissidenten gibt, die eine herrschende Theorie infrage stellen. Wie die Religion immer wieder Ketzer hervorgebracht hat. Man mag das gut finden oder nicht, aber Lehrmeinungen wird es immer geben. Die Frage ist immer, wie viel Spielraum man den anderen Meinungen gönnt. Es hat keinen Sinn, das Dissidententum explizit zu fordern. Um eine Lehrmeinung infrage zu stellen, braucht man ja irgendwie auch Gründe. Und die kann man nicht dadurch finden, dass man sich einfach in die Opposition begibt. Dagegen sein ist keine Kunst.

Warum also der Gegensatz?

Ich habe keinerlei Einwände gegen die Arbeitsteilung zwischen Religion und Wissenschaft. Was ich hingegen bezweifle ist, dass die Methoden so sehr gegensätzlich sind. Und vor allem, dass Religion etwas unwissenschaftliches sei. Wie ich schon einmal betont habe, sehen einige Philosophen es eher so, dass Religion arational sei. Das soll heißen, dass den religiösen Begriffen keine Rationalität im Sinne eines Inhalts zukommt, der wahr ist oder nicht, sondern dass sie sich in den Handlungen offenbart. Fragen wir also nicht, ob Christus zu Ostern auferstanden ist oder nicht, sondern was es für einen Christen bedeutet und zu welchem Handeln es ihn anleitet.

Wittgenstein, von dem diese Einsicht stammt, hat sich allerdings auch gegen die Ansicht stark gemacht, den Begriffen der Sprache liege notwendig eine konzeptuelle Einheit zugrunde. Man versuche einfach mal, den Begriff Spiel zu definieren. Wenn man damit ernst macht, bleibt von dem Wahrheitsanspruch der Wissenschaft nicht viel übrig. Denn Wissenschaft braucht die Sprache, um überhaupt formuliert zu werden. Wenn die Begriffe der Sprache aber nicht mehr so verlässlich sind, wie es die Wissenschaft braucht, um hundertprozentige Klarheit zu schaffen — was bleibt von der Trennung noch übrig? Um wieviel klarer ist die Wissenschaftssprache als die Sprache der Religion?

Wir mühen uns nicht zum ersten Mal um Grenzziehung. Und wahrscheinlich nicht zum letzten Mal. Es gibt in diesen Fragen keine letzte Antwort, allein deswegen nicht, weil die Antwort in einer Begrifflichkeit verfasst werden muss, deren Anwendung auf konkrete Fälle alles andere als klar ist. Wenn wir der Überzeugung sind, dass Wissenschaft gut und Religion schlecht ist, wird der gläubige Mensch versuchen, uns weiszumachen, was er glaube sei so wahr wie die Wahrheit der Wissenschaft. Mit anderen Worten: er erklärt uns seinen Glauben als Wissenschaft. Wenn wir dagegen halten und sagen, das sei eben keine Wissenschaft, begeben wir uns auf ein schwieriges Gelände. Wer sagt letztlich, was jetzt Wissenschaft ist und was nicht? Woran erkennen wir Wissenschaft im Gegensatz zur Religion?

Darauf gibt es, so leid es mir tut, keine allgemein gültige Antwort. Das muss immer neu ausgehandelt werden. Letztlich kann der größte Gottesskeptiker anderen als tief religiöser Mensch erscheinen. (Ich habe so etwas selbst erlebt von jemandem, der die Kirche stets verachtete, von anderen aber als sehr religiös wahrgenommen wurde.)

Können wir nicht auf Religion verzichten?

Man könnte dessenungeachtet einfach auf Religion verzichten, wenn es alleine um Erkenntnis in Richtung auf die richtige Praxis ginge. Man meint das zu hören, wenn man den Beitrag von Jürgen Habermas in dem Buch Ein Bewusstsein von dem, was fehlt liest. Irgendwie hat man den Eindruck, Habermas hätte das gerne, aber gesteht der Religion eine Motivationskraft zu, die die so rational daherkommende diskursorientierte Gesellschaft, die er selber bevorzugt, nicht bieten kann. Darum also sollte die Gesellschaft auf die Religion nicht verzichten, auch wenn sie ansonsten mit den von ihr angesprochenen Themen nicht viel anfangen kann.

Ich will hier nicht diskutieren, ob dies Habermas ureigene Überzeugungen sind. In jedem Fall sind sie nahe an dem Handel, den die Bundesrepublik mit der Kirche eingegangen ist und der immer wieder für Kritik sorgt, weil der Staat den Kirchen Geld gibt. Was viele nicht wissen ist, dass die Staatsgelder, die die Kirche bekommt, vor allem deswegen fließen, weil der Staat der Überzeugung ist, es nicht besser (= billiger) hinzubekommen. Eben weil die Kirche über eine Basis von Freiwilligen verfügt, die der Staat selber nicht aufbieten könnte.

Dafür gibt es, wie ich schon einmal dargelegt habe, nicht alleine strukturelle Probleme, die die Kirche um Gegensatz zum Staat nicht hat. Es geht eben auch um die Frage, warum man sich letztlich dafür entscheidet, irgendwo mitzuhelfen. Ein säkularer Staat kann, so das Fazit von Habermas, diese letzte Lücke nicht schließen, weil er sich auferlegt hat, von einigen Dingen nicht zu sprechen, die manchen Menschen denn doch wichtig sind. Man kann nicht einerseits die Trennung von Staat und Kirche haben und dennoch erwarten, dass sich die Menschen noch genauso zur tätigen Mithilfe begeistern lassen wie davor.

Wenn in Frankreich einige religiöse Gruppen zu Demonstrationen gegen die Ehe unter gleichen Geschlechtern aufrufen, mag man geneigt sein, auf derartige Motivationen zu verzichten. Aber wiederum ist dies der falsche Weg. An anderer Stelle ist man nämlich wieder froh, sie zu haben. Wie etwa den Verein der christlichen Anwälte in Amerika, der Versuchen, die Privatinsolvenz abzuschaffen, eine klare Absage erteilt hat. Weil in der Bibel steht, nach sieben Jahren müssten Schulden vergeben werden.

Der gesellschaftliche Konsens muss immer wieder neu bestimmt werden. Ob auf diesem Weg die gläubigen Menschen das größte Problem darstellen, wage ich zu bezweifeln. Für mich ist Extremismus ein Charakterzug, der sich nicht an Überzeugungen festmachen lässt. Es gibt ihn überall. Wer einmal ganz normale Kirchengemeinden gesehen hat, wird verstehen, dass die ganze Aufregung um den kirchlichen Fundamentalismus völlig fehl am Platze ist.

Die vor uns liegende Aufklärung

Was das alles zeigen soll, ist zweierlei: die Religion ist erstens nicht wegzubekommen, und das ist zweitens auch gar nicht erstrebenswert. Religion ist, wenn man sie recht versteht, der zweite Erkenntnisweg. Und der besteht in der offenen Anerkennung des Mysteriums als Bestandteil unseres Lebens.

Wenn ich es richtig sehe, nimmt die Religiosität im Augenblick wieder zu. Und das hat meines Erachtens einen klaren Grund darin, dass die meisten Überzeugungen nicht mehr tragen. Dass die Wissenschaft uns leider nicht weiterbringt. Die Menschen wissen das oder spüren es zumindest. In ihnen wächst das Bewusstsein, dass da etwas fehlt. Das man zunächst einmal nicht aussprechen kann und das deswegen solange eine Mysterium bleiben muss, bis wir ein wenig Licht ins Dunkel gebracht haben. Es mögen kleine, private Mysterien sein. Oder große, wie die Zukunft der Menschheit.

Es gilt, die Aufklärung zu vollenden. Religion und Wissenschaft müssen zusammenfinden. Vielleicht eben deswegen, damit die Menschheit sich nicht geistig oder materiell zugrunde richtet.



Marcus Kracht 2014-03-07